Die St. Stephans Basilika findet man nur etwa 500 Meter vom Ufer der Donau entfernt auf dem St.-Stehpans-Platz im Zentrum von Pest. Sie ist die größte Kirche in Budapest und eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Die St. Stephans Basilika

In der St. Stephans Basilika haben 8500 Menschen Platz. Bei den regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerten sind diese Plätze meist auch ausgebucht. Diese Größe wird einem erst bei Eintritt in das im Neorenaissancestil errichtete Gebäude bewusst.

Am beeindruckendsten ist wohl die 96 Meter hohe Kuppel. In ihr wurde ein großartiges Mosaik eingearbeitet. Auch die Balustrade der Kuppel wird gerne besucht. Entweder steigt man die fast 300 Stufen hinauf oder man nutzt den vorhandenen Aufzug. Oben eröffnet sich einem ein traumhafter Blick über die ganze Stadt.

Kuppel der St.-Stephans-Basilika
Kuppel der St. Stephans Basilika | Bild von einszweifrei

In der größten Kirche Budapests findet man auch die größte und schwerste Glocke von ganz Ungarn. Sie hat einen Durchmesser von 2,40 Meter und wiegt über 9 Tonnen. Gegossen wurde sie vom deutschen Glockengießer Rudolf Perner im Jahr 1990.

Die Kirche wurde dem Heiligen Stephan, dem ersten ungarischen König, geweiht. Seine rechte, einbalsamierte Hand befindet sich in der Leopoldskapelle der St. Stephans Basilika. Jährlich zum Nationalfeiertag der Ungarn, am 20. August, kommen mehrere Tausend Menschen und nehmen an den Prozessionen teil.

Geschichte und Bau der St. Stephans Basilika

Die Geschichte der Kirche geht bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Damals wurden Spenden gesammelt, um dem heiligen König Stephan zu Ehren eine Kirche zu bauen. Dies dauerte ziemlich lange. Erst 1845 wurde der Architekt József Hild beauftragt, die Pläne für die Basilika zu entwerfen.

Ein Jahr später begann man mit den Erdarbeiten. Die Bauarbeiten wurden allerdings durch die Revolution in den Jahren 1848/49 verzögert. Im August 1851 konnte Józef Hild endlich mit der Ausführung seiner Pläne beginnen. Nach seinem Tod 1867 wurde die Leitung der Bauarbeiten an Miklós Ybl übergeben. Im Januar 1868 stürzte die Kuppel aufgrund von Material- und Konstruktionsfehlern ein. Dies verzögerte die Arbeiten ein weiteres Mal. Miklós Ybl musste neue Pläne entwerfen. Er folgte allerdings nicht dem klassizistischen Stil von Hild, sondern setzte den Bau im Neorenaissance Stil fort. Auch Miklós Ybl konnte sein fertiges Werk nicht mehr sehen, denn er verstarb 1891. Ab sofort übernahm József Kauser die Überwachung der Arbeiten und war hauptsächlich für dekorative Elemente verantwortlich.

Nach einer Bauzeit von über 5 Jahrzehnten konnte die St. Stephans Basilika am 9. November 1905 eingeweiht werden.

Während der Bombenanschläge im zweiten Weltkrieg in den Jahren 1944 und 1945 trug vor allem das Dach erhebliche Schäden davon. Während der Reparaturarbeiten brannte auch  noch die Kuppel nieder, welche nur durch Spenden wieder aufgebaut werden konnte.

Öffnungszeiten der Basilika

Die Kirche ist täglich von 9 – 17 Uhr geöffnet. Sonntags erst ab 13 Uhr.

Der Eintritt in die St. Stephans Basilika ist frei. Allerdings wird am Eingang um eine kleine Spende gebeten.

Homepage: https://www.bazilika.biz/en/

Wer an einem Orgelkonzert in der Basilika teilnehmen möchte, kann sich Tickets schon ab etwa 20 € vorab im Internet bei GetYourGuide* bestellen. Das Konzert dauert ungefähr 70 Minuten.

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